Was versteht man unter Prävalenz?

Prävalenz ist der Fachbegriff für die Häufigkeit einer bestimmten Krankheit oder eines Krankheitssymptoms. Um Aufschluss über das Risiko und die Relevanz der Krankheit oder des Symptoms zu geben, wird die Prävalenz in Bezug zur Zeit und zur Bevölkerungsgruppe angegeben.

Punktprävalenz bezeichnet die Fallzahl zu einem bestimmten Zeitpunkt, beispielsweise, wie viele Menschen heute erkältet sind.

Periodenprävalenz ist die Fallzahl in einem bestimmten Zeitraum, also zum Beispiel, wie viele Menschen im letzten Monat erkältet gewesen sind.

Lebenszeitprävalenz bezieht sich auf die gesamte Lebenszeit von Menschen und sagt aus, wie viele Menschen mindestens einmal in ihrem Leben (bis zum Zeitpunkt der Befragung) an einer Erkältung gelitten haben.

Die Prävalenz in Bezug zur Bevölkerungsgruppe zu setzen kann beispielsweise bedeuten, nicht die absolute Fallzahl, sondern die Fälle pro 1000 Einwohner*innen eines Ortes zu betrachten. Der Unterschied zur Inzidenz ist, dass Prävalenz bestehende Fälle angibt, während die Inzidenz nur neu auftretende zählt.

Quelle:
https://toolbox.eupati.eu/resources/epidemiologische-konzepte-inzidenz-und-praevalenz/?lang=de [18.05.2021]

Lassen Sie uns gemeinsam den gesundheitlichen Auswir­kungen von Ungleichheit auf den Grund gehen.