Was 2026 wichtig wird für faire Gesundheit | Upstream
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Vorhersagen für
faire Gesundheit
2026

Upstream hat führende Stimmen für faire Gesundheit gefragt, was 2026 wichtig wird. Das haben sie geantwortet.

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Der jüngste Bundeshaushalt setzt auf Kriegstüchtigkeit und Kostendämpfung im System, nicht auf Umverteilung zugunsten der sozialen Ursachen von Krankheit. Prävention bleibt projektförmig, strukturelle Armutsbekämpfung unterfinanziert.

Marion Amler, Raus aus dem Reparaturbetrieb: Heranwachsende im Blick

Mit der verschärften Rhetorik gegen Sozialhilfeempfänger*innen unter der CDU-SPD-Koalition wird es auch 2026 keine Erhöhung der staatlichen Leistungen geben. Ernährungsbedingte gesundheitliche Ungleichheiten werden sich dadurch ausweiten.

Marike Andreas, Sozialleistungen entscheiden über einen gerechten Zugang zu gesundem Essen

Den größten Einfluss auf eine bessere Gesundheitsversorgung haben diejenigen, die ihre Praxistüren für alle Menschen öffnen, die sich weiterbilden, die ihr Unwissen und ihren Umgang reflektieren und nachbessern möchten.

Samson Grzybek, Weil Gesundheit auch Haltung bedeuten muss

Um die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung solidarisch zu gestalten und langfristig zu stabilisieren, muss man die Reichen stärker belasten, alle Einkommen miteinbeziehen und die gesetzlich und private Dualität abschaffen.

Ates Gürpinar, Die Axt am Solidarprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung

Privilegien werden kein Tabu mehr sein, sondern ein zunehmend diskutierter Faktor für gerechte Gesundheit. Ob dieses Bewusstsein tatsächlich wächst, zeigt sich daran, wer die Verantwortung im Alltag wahrnimmt und authentisch lebt.

Solveig Lena Hansen, Privilegien werden offener diskutiert

Der Übergang von Arbeit in Ruhestand verschärft soziale Ungleichheiten in unserer Gesellschaft. Wer sich einen frühen Erwerbsausstieg nicht leisten kann, ist oft gezwungen, länger zu arbeiten und bezahlt womöglich mit der Gesundheit.

Hans Martin Hasselhorn, Wer arm ist, arbeitet länger – und riskiert dabei oft seine Gesundheit

Wo soziale Determinanten von Gesundheit erfahrbar sind und diverse Akteure und Personen kleinräumig zusammenkommen, können neue Optionen kollektiver Selbstorganisierung, Koproduktion und communitybasierter Gesundheitsgestaltung entstehen.

Lisa Kamphaus, Gerechte Gesundheit entsteht nur durch communitybasierte Koproduktion

Das 500-Milliarden-Sondervermögen für die Transformation bietet eine historische Chance. Doch wenn Geld wieder in Asphalt für Autostraßen fließt, ist sie vertan. Dann zementieren wir nicht nur Beton, sondern Ungleichheit – für Generationen.

Susanne Möbus, Wer jetzt falsch baut, zementiert Ungerechtigkeit

Gaza erlebt eine demografische Amputation. Wo Medikamente fehlen, herrscht Nekropolitik. Das Schweigen der deutschen Public Health ist Komplizenschaft. Wir müssen das Sterben quantifizieren, damit das Trauma keine weiteren Zukünfte frisst.

Anonyme Person, Gaza wird im Schatten des “Friedens” physiologisch ausgelöscht

Großbritanniens Sozialreformen zeigen: Staatliche Leistungen, bis hin zur Miete, zu verweigern, betrifft vor allem psychisch erkrankte Menschen. Nicht Vermittlungszahlen, sondern Wohnlosigkeit und Suizide steigen. Das droht Deutschland.

Friedrich Schorb, Make Gesundheits­förderung Great Again

Der 2025 neu gestaffelte Mutterschutz gilt nicht für rund 4 Millionen Minijobberinnen sowie etwa 1,2 Millionen selbstständige Frauen. Sie arbeiten gesetzlich gesehen bis zum Tag der Geburt und direkt nach einer Fehl- oder Totgeburt weiter.

Madeleine Sittner, Mutterschutz nach Fehlgeburten: verbesserter Schutz mit Lücken

Im Kreis Sonneberg zeigt sich, dass sich die gesundheitliche Versorgung und das Bildungsangebot verschlechtert haben. Queere und behinderte Menschen erleben Anfeindungen, Bürger*innen haben Angst, Opfer von Gewalt zu werden.

Dagmar Starke, Demokratie schützen für mehr gesundheitliche Gerechtigkeit

Alle Menschen haben das Recht auf ein Leben in guter Gesundheit. Gerechte Gesundheit braucht deshalb Chancengerechtigkeit, Strukturreformen und Armutsbekämpfung. Auch wenn das Zeit braucht.

Bettina Enzenhofer, Lucia Mair und Brigitte Theißl, Respekt ist Voraussetzung für faire Gesundheit

Keine App kann soziale Kälte heilen und keine KI die Gerechtigkeitslücke schließen. Und kein Pflaster hilft gegen ein System, das Menschen nach Herkunft, Einkommen oder Geschlecht unterschiedlich behandelt.

Mertcan Usluer, Deutschland kann nur durch Empathie heilen

Die geschlechtliche und sexuelle Integrität und Selbstbestimmung des Individuums wird gefestigt werden, wenn demokratische Politiker*innen eine grundgesetzbasierte Haltung bewahren und zeigen.

Heinz-Jürgen Voß, Geschlechtliche und sexuelle Selbstbestimmung werden gefestigt